Joggergrenze 2.0

13. September 2009

In einem Anfall von Größenwahn hatte ich der ganzen Welt erzählt, dass ich beim Stadtlauf Leipzig unter 40 Minuten laufen will. Für die Nichteingeweihten an dieser Stelle noch mal der Hinweis, dass diese 40 Minuten den gemeinen Jogger vom elitären Läufer trennen. Entsprechend hoch war der Druck, der auf mir lastete. Auf 5 hatte ich im Frühjahr schon mal die Joggergrenze unterschritten, aber auf 10 war das bisher unerreicht. Matthi erklärte sich bereit, den Hasen zu machen und der Versuch konnte beginnen. Nach dem Bambini- und Kinderlauf, wo Emil und Lisa sich tapfer geschlagen haben, ging es los. Beim Start war leichter Nieselregen, der aber gleich wieder aufhörte. Mir kam der erste km grottenlangsam vor, konnte das aber nicht prüfen, da ich von meinem Bunny Uhrverbot hatte. Mir wurde dann eine 3:50 (oder so) zugerufen und ich war verwundert, das wir so schnell waren und es mir (noch) so gut ging. Matthi hat super Tempoarbeit geleistet, so dass ich außer Laufen nichts weiter zu tun hatte. Er rief mir immer die Km-Schnitts zu und die waren immer unter 4, so dass ich sehr zuversichtlich war, dass es reichen wird. Bei km 8 wurde es vom Gefühl her richtig schwer, aber Ziel war nun schon in greifbarer Nähe. Ein (heimlicher) Blick zur Uhr verriet mit eine 3:58 im Schnitt, also 20 Sekunden unterm Ziel. Kurz vorm Ziel wurde es noch mal hektisch, weil Matthi auf einmal Dinge rief, wie: „noch 30 Sekunden, komm, los, noch 20 Sekunden“, was mich völlig fertig machte. Die Uhr an der Ziellinie ging dann wirklich sehr stur auf die 40 zu, ich konnte aber in einer sensationellen 00:39:59 darüber gelangen. Somit kann ich mich nun mit Fug und Recht Läufer nennen, was mich sehr stolz macht! Danke an Matthi aka Waldläufer.

Alle Ergebnisse gibt es hier. Der GPS-Track ist hier zu finden.